Ohne Hermann sind wir aufgeschmissen

Hermann Hutwalker: ein eigenwilliges Urgestein der Altenbrucher Feuerwehr

Quelle: Cuxhavener Nachrichten

VON THOMAS SASSEN

Foto: Sassen

Hermann Hutwalker (79) und sein „Chef", Ortsbrandmeister Albrecht Buddecke vor einem der Fahrzeuge der Altenbrucher Wehr, die Hutwalker viele Jahre gewartet hat.So einen wie Hermann finden wir nicht wieder", meint Buddecke.

CUXHAVEN. Es ist zwar schon 55 Jahre her, dass die Altenbrucher Feuerwehr aus dem Schuppen beim Pastorenhaus in einen umgebauten Pferdestall hinter der Villa Gehben umgezogen ist, aber Hermann Hutwalker kann sich noch gut daran erinnern. Das liegt daran, dass der 79- Jährige bereits seit über 60 Jahren Mitglied in der Ortswehr ist, die es schon seit mindestens 1892 gibt.

„Die Altenbrucher Feuerwehr - das ist Hermanns Leben“, sagt Ortsbrandmeister Albrecht Buddecke und ergänzt dies mit dem Hinweis darauf, dass der Rentner sich nach wie vor um die unzähligen Dinge im Hintergrund kümmert, ohne die das „Vereinsleben“ gar nicht laufen würde. Hermann sei immer da, wenn er gebraucht werde und ein unermüdlicher Kämpfer für die Altenbrucher Gemeinschaft, weshalb sich auch der Verkehrsverein seit Jahren darauf verlassen kann, dass der langjährige Bundeswehr-Kraftfahrer mit anpackt, wenn es gilt, Feste und Veranstaltungen mit zu organisieren. Noch heute stellt er sich trotz gesundheitlicher Probleme wie selbstverständlich in den Dienst der guten Sache und fährt die Senioren, wenn zum Beispiel das DRK zur Kaffeetafel ruft.

Die Liebe zur Feuerwehr ist dem gebürtigen Altenbrucher vermutlich in die Wiege gelegt worden. Schon sein Vater, von Beruf Schiffbauer bei der Beckmannwerft, war ehrenamtlicher Gerätewart bei der Altenbrucher Feuerwehr. Selbstverständlich mussten er und seine Brüder Heinz und Waldo schon als Kinder helfen, wenn die damals noch aus Hanf bestehenden Schläuche zum Trocknen am Glockenturm neben der Kirche hochgezogen werden mussten. Auch an den zum Feuerwehrauto ungenutzten Lieferwagen vom' Typ Adler, der angekurbelt werden musste, oder den umgebauten Schweinetransporter aus dem Jahr 1956, mit Platz für 14 Mann, erinnert sich Hutwalker noch. Später war er bei ungezählten Einsätzen als freiwilliger Brandbekämpfer dabei. Die größten Verdienste hat sich der zuverlässige Altenbrucher als Gerätewart erworben, eine verantwortungsvolle und arbeitsintensive Aufgabe, die er bis zu seinem Aus­scheiden aus dem aktiven Dienst 2004 fast 33 Jahre mit großem Engagement ausgefüllt hat. In dieser Zeit hat er ein ganzes Museum an historischer Ausrüstung gesammelt, die heute bei der Nachwuchsausbildung Gold wert ist.

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