65 000 Euro: Altenbrucher Feuerwehr will Gerätehaus aufstocken Quelle: Cuxhavener Nachrichten

tas. - Mit dem Wunsch der Freiwilligen FeuerwehrAltenbruch, dasGerätehaus an der Friedhofstraße auszubauen, beschäftigte sich am Montag der Feuerwehr-Ausschuss. 65000 Euro will die Wehr dafür als Zuschuss bei der Stadt beantragen, wie von Werner Schütt (CDU) erläutert wurde. Dafür soll das Material bezahlt werden. Der Bau soll in Eigenleistung durch Wehrmitglieder erfolgen, in ähnlicher Form, wie schon der Neubau vor einigen Jahren erstellt wurde.Kritische Stimmen hinter-fragten die Notwendigkeit. Montag wird sich der Altenbrucher Ortsrat mit dem Thema beschäftigen.Foto: Sassen



Einhellige Unterstützung für Umbaupläne der Feuerwehr

Altenbrucher Ortsrat stellte 10 000 Euro aus seinen Mitteln zur Verfügung

mr. - Einhellige Unterstützung gab es am Montag im Ortsrat Altenbruch für das Vorhaben der dortigen Freiwilligen Feuerwehr, ihr Gerätehaus aufzustocken. Kurzfristig war das Anliegen erst im Januar an die Ortsratsmitglieder herangetragen worden, die sich eilends daran machten, diese Maßnahmen noch in den Haushalt für 2005 zu bekommen.

Frank Günter Bulle (CDU) erläuterte die Ausgangslage: Altenbruch besitze eine "hervorragend aufgestellte" Feuerwehr, deren Mitgliederzahl sich nicht zuletzt durch die erfolgreich arbeitende Jugendfeuerwehr deutlich erhöht habe. Aus- und Fortbildung könnten in den vorhandenen Räumlichkeiten so nicht mehr durchgeführt werden; zusätzlich fehlten Toiletten für die inzwischen auch vorhandenen Kameradinnen.

Der Vorschlag der Feuerwehr sieht eine Aufstockung des Gebäudes vor, die mit viel Eigenleistung vollzogen werden soll. Eine Summe von rund 65 000 Euro wird dafür veranschlagt. Das am Montag im Ortsrat diskutierte Finanzierungskonzept sieht vor, dass der Ortsrat 10 000 Euro bereitstellts die Feuerwehr 5000 Euro aus Spenden beisteuert und 50 000 Euro über Haushaltsmittel kommen.

An einem Strang gezogen

Günter Rademacher (SPD) sagte auch die Unterstützung der SPD-Fraktion in dieser Sache zu. Er selbst hatte vor wenigen Tagen im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung das Anliegen vorgetragen und begründet. Der einzige Vorwurf, den er der Feuerwehr machen konnte: Es wäre alles sehr viel einfacher gewesen, wenn das Anliegen bereits im Herbst an den Ortsrat herangetragen worden wäre.,,Die Bürger in Altenbruch können froh sein, dass sich so viele Bürger ehrenamtlich engagieren", meinte auch Hans-Jürgen Umland (Grüne).

Eine Nachricht aus dem Finanzausschuss, der kurz zuvor getagt hatte, hatte Trude Meyer (CDU) dabei: Das Gremium habe einstimmig die insgesamt 50 000 Euro für die Aufstockung bewilligt. Der Betrag soll in jeweils 25 000 Euro für 2005 und 2006 geteilt werden. Eine Nachricht, die Ortsbürgerrneister Jörg-Heinrich Ablemeyer erfreut aufnahm: "Man sieht, dass man Dinge erfolgreich durchziehen kann, wenn alle an einem Strang ziehen." Der Ortsrat beschloss dann einstimmig die Bewilligung der 10 000 Euro aus den Verfügungsmitteln, wobei Günter Rademacher deutlich machte, dass das nur eine einmalige Sache sein könne: Von den insgesamt 11 000 Euro, die dem Ortsrat zur VerfÜgung stünden, sei damit schon für 2005 der Löwenanteil verbraucht, wie er Lokalpolitikern und Zuhörern verdeutlichte.


Es ist soweit die Umbauarbeiten haben angefang

Zuerst bekommt der Altbau ein Neues Dach


Vor Wintereinbruch ist das Dach drauf

Richtfest für Erweiterung Altenbrucher Feuerwehr

In Eigenleistung schafften die Mitglieder der Ortswehr den Erweiterungsbau über der vorhandenen Fahrzeughalle. Fotos: Sassen

Seit dem Wochenenden hängt der Richtkranz vor dem Neubau.

tas. - Rund 100 Gäste konnte der Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Altenbruch, Albrecht Buddecke, zum Richtfest des neuen Übungsraumes der Ortswehr am Wochenende begrüßen. Der Übungsraum wurde über der bestehenden Fahrzeughalle errichtet und bietet Gewähr für eine ordentliche Ausbildung der Altenbrucher Feuerwehrleute.

Nach dem Richtspruch der Zimmermannsleute und dem erteiltem Segen durch Pastor Michael Hartlieb schilderte Albrecht Buddecke den Werdegang des Baus.

Über 4000 Stunden freiwillig geleisteter Arbeit machten es möglich, dass am vergangenen Wochenende Richtfest gefeiert werden konnte. Anfang September wurde mit Renovierungsarbeiten am alten Übungsraum begonnen, bevor zwei Monate später der Startschuss für den Neubau fiel.

Lob und Anerkennung vom Ortsbürgermeister

Ursprünglich sei der Bau erst für 2006 geplant und beantragt gewesen, erinnerte Buddecke.Dann hieß es plötzlich, der Neubau werde bereits für 2005 bewilligt. Hatte man vorher noch ruhig planen können, musste nun alles schnell gehen, was Architekt Dirk Brede und Statiker Michael Hansen als erste leidvoll erfahren nussten. Beinahe täglich wurden sie angerufen und sollten über den akuellen Stand berichten.

Der Ortsbrandmeister schloss seine kurze Ansprache mit der Hoffnung, am nächsten traditionellen Grillfest der Wehr im September 2006 Einweihung feiern zu können.

Der Ortsbürgenneister Jörg-Heinrich Ahlemeyer überbrachte die Grüße der Politik und der Verwaltung der Stadt Cuxhaven. Er versicherte auch, dass der Altenbrucher Ortsrat weiterhin hinter dem Neubau stehen werde. Ahlemeyer hob hervor, dass der Neubau ein Beispiel für den Zusammenhalt in Altenbruch ist, hätten sich doch viele Altenbrucher Bürger und Vereine mit Tatkraft und Spenden beteiligt.

So beteiligte sich das DRK, Ortsverein Altenbruch, mit einer Spende von 500 Euro an der Verpflegung der zahlreichen Helfer. Ortsbürgermeister Ahlemeyer schloss den offiziellen Teil des Richtfestes, bevor es zum gemütlichen Teil überging, mit den Worten: "Macht weiter so, es ist fantastisch geworden."

Altenbrucher Feuerwehrleute haben den Erweiterungsbau des Feuerwehrgerätehauses fast fertig

Mit vereinter Kraft setzten die Aktiven im Oktober 2005 die schweren Stahlträger für die Dachkonstruktion ein. Inzwischen freuen sich Buddecke und seine Kameraden über den neuen Schulungsraum, der fast fertig ist. Fotos: Sassen

tas. - Für Albrecht Buddecke und seine Kameraden hat der Endspurt begonnen. Nur noch wenige Wochen wird es dauern, bis sie die Eröffnung ihres Erweiterungsbaus am Feuerwehrgerätehaus werden feiern können.

"Irgendwann bis zum Frühsommer wird es so weit sein", sagt der Ortsbrandmeister und Chef der unglaublich fleißigen Altenbrucher Feuerwehr. In mehreren tausend Stunden haben die 50 Aktiven in Rekordzeit das neue Obergeschoss auf den Garagen des Feuerwehrgerätehauses fertig gestellt, alles ehrenamtlich, alles für die gemeinsame Sache.

Zusammen anpacken ist für die Feuerwehrleute ohnehin selbstverständlich, nicht nur, wenn sie, wie so oft, rausrücken um zu helfen, wenn wieder ein Autofahrer von der Straße abgekommen oder sogar in seinem Fahrzeug eingeklemmt ist, wenn es auf einem Hof brennt oder wenn einfach nur ein umgestürzter Baum von der Straße geräumt werden muss.

Auch wenn der Fahrzeugpark oder Maternial gepflegt werden muss, bedarf es keines schriftlichen Antrags, damit die Arbeiten erledigt werden.

So auch diesmal, als es darum ging das vorhandene Gebäude zu sanieren und um mehr als die doppelte Fläche zu erweitern.

Fast 160 Quadratmeter

2004 begann die Wehrführung mit den ersten konkreten Planungen, nachdem bereits vier Jahre vorher die ersten Mädchen in die Jugendfeuerwehr eingetreten waren und damit über kurz oder lang die Frage nach separaten Sanitärräumen beantwortet werden musste. Da diese sich in das vorhandene Gebäude nicht integrieren ließen, entstand der Plan mit dem Erweiterungsbau, der mittlerweile fast fertig ist.

Geschaffen wurde über der Garage ein neuer, fast 160 Quadratmeter großer Versammlungsraum als Ersatz für den alten von 100 Quadratmetern, der inzwischen zu großen Teilen in einen neuen Sanitärtrakt mit getrennten Toiletten und Duschen für Männer und Frauen, eine großzügige Küche und ein kleines Büro umzewandelt

worden ist. Stilistisch passt sich der Neubau dem Altbau von 1906 mit seinem Mansardendach und der grün gestrichenen hölzernen Fassade an. Beide Gebäudeteile sind über einen Durchbruch miteinander verbunden.

Selbsthilfe wird in Altenbruch groß geschrieben, und das gilt nicht nur in den Vereinen und in der Kirchengemeinde, sondern in besonderem Maße auch für die Feuerwehr. So wird das Feuerwehr-Gebäude bereits seit 40 Jahren hauptsächlich in Eigenarbeit unterhalten und immer wieder ausgebaut und modernisiert, zuletzt 1992, als in kürzester Zeit die Fahrzeughalle hochgezogen wurde.

Auch diesmal waren wieder viele beteiligt, neben den Handwerkern und Helfem aus den eigenen Reihen und vom DRK unterstützend auch einige heimische Firmen, die das Projekt mit günstigen Konditionen unterstützt haben, Architekt ist Dirk Brede und Statiker Michael Hansen. Peter Ellermann vom Fachbereich 3 hat das Bauprojekt von Seiten der Stadtverwaltung sehr hilfreich unterstützt, wie Buddecke betont, der das ehrgeizige Vorhaben nicht nur steuerte, sondern auch den Bauleiter abgab.

Dank der umfangreichen Unterstützung blieben die Kosten auch in dem vorgesehenen Rahmen von rund 65 000 Euro. Gut 42 000 Euro trägt die Stadt, 10000 steuerte der Ortsrat bei und 12500 Euro konnten durch Spenden von der Weihnachtsmarkt-Tombola und dem Platzkonzert anlässlich der 725-Jahr-Feier zugeschossen werden.

Mit dem Neubau wird auch ausreichend Platz für die sehr aktive Jugendgruppe geschaffen, die vor sechs Jahren gegründet wurde und der zur Zeit 16 Jungen und Mädchen angehören. Nicht nur, dass die Jugendfeuerwehr im Schulungsraum ihren eigenen Bereich erhält, wichtig für die jugendlichen sei es auch gewesen, so Wehrführer Buddecke, den Nachwuchs akiv an den Bauarbeiten zu beteiligen. "Das verbindet und schafft für die Helfer ein ganz anderes Verhältnis zu ihrem neuen Gebäude", ist sich Buddecke sicher.

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