Oft als Erste beim Patienten

Pioniere: Acht Mitglieder der Altenbrucher Feuerwehr bilden erste Ersthelfergruppe in Cuxhaven

Quelle: Cuxhavener Nachrichten

Sieben Mann und eine Frau: Sie nennen sich First Responder und bilden eine bisher stadtweit einmalige Gruppe von freiwilligen Rettungsassistenten den Rettungsdienst der Stadt Cuxhaven und den leitenden Notarzt Ingo Lorenz (Mitte) in ihrer Freizeit unterstützen.Foto:Wilhelm Janssen

VON THOMAS SASSEN

CUXHAVEN/ALTENBRUCH. Wenn es gut läuft, können sie schon nach drei bis vier Minuten beim Patienten sein und damit früher als Notfallsanitäter und Notarzt. Im Zweifel kann ihr Einsatz Leben retten. Acht junge Rettungsassistenten gehören zu der Gruppe von Ersthelfern, den sogenannten First Respondern, die es in dieser Form bisher nur im Stadtteil Altenbruch gibt.

Einer von ihnen ist Hans-Hendrik Holthusen. Der 31-jährige ist in Altenbruch aufgewachsen und gehört schon seit seiner Jugend der Freiwilligen Feuerwehr des Ortes an. Angefangen hatte er bei der Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes, leitete später das Jugend-Rot-Kreuz in Altenbruch. Nach einer Elektrikerlehre begann Holthusen eine Ausbildung zum Rettungsassistenten. Inzwischen hat er das Helfen zu seinem Beruf gemacht. Seit acht Jahren arbeitet Holthusen im Rettungsdienst des DRK Wesermünde mit Stützpunkt in Schiffdorf.

Nach Feierabend stellt er als einer von acht Kollegen sein Fachwissen und seine Erfahrung in den Dienst der freiwilligen Ersthelfergruppe. Eingesetzt wird sie in den Stadtteilen Altenbruch und Lüdingworth. Mit dabei sind Stefanie Schiefler, Kristof Scheller, Jörg Frinken, Marco Otten, Lars Nowatzky, Florian Ebel-Janssen und Albrecht Buddecke, der Altenbrucher Wehrführer und hauptberufliche Feuerwehrmann. Alle sind ausgebildete Rettungsassistenten, wohnen im Ort und können deshalb schnell ausrücken, wenn sie über die Leitstelle der Berufsfeuerwehr Cuxhaven alarmiert werden. Einige sind sogar nach Altenbruch gezogen, um dabei sein zu können. Jeweils ein bis zwei Helfer sind ständig erreichbar, auch an Wochenenden und Feiertagen. Wer, wann dran ist, regelt ein Dienstplan, den Holthusen nach Absprache mit seinen. Kameraden erstellt.

18 Einsätze in zehn Monaten

Entwickelt wurde die Einrichtung der First Responder in Zusammenarbeit mit dem leitenden Notarzt der Cuxhavener Berufsfeuerwehr, Ingo Lorenz. Seit 1. August 2015 sind die Rettungsassistenten offiziell in den Alarmplan der Stadt Cuxhaven mit aufgenommen. Gerufen werden sie über Textmelder nur tagsüber zwischen 8 und 20 Uhr und nur dann, wenn aus Altenbruch oder Lüdingworth jemand über die Leitstelle um medizinische Hilfe gebeten hat und sie möglicherweise schneller vor Ort sein können, als der Rettungsdienst der Feuwehr. „Es ist ein freiwilliges zusätzliches Angebot zum Regelrettungsdienst“, betont Altenbruchs Wehrführer Buddecke, der sic der Gruppe von Anfang an mi engagiert hat. Dank ihrer Ausbidung und Erfahrung als Rettusassistent, wissen alle, was im Ernstfall zu tun ist. Dann kommt es manchmal auf jede Minute Wie zum Beispiel, als ein Besucher des Schützenfestes einen Herzinfarkt erlitt und reanimiert werden konnte, oder als ein lebensbedrohlich erkrankter Mann an Heiligabend Hilfe braucht 18 Mal sind die First Responder in den vergangenen zehn Monaten gerufen worden. Nicht immer befand sich der Patient in eine lebensbedrohlichen Lage.Aber auch dann können die Ersthelfer dem Notarzt über Funk die Lage schildern, was dessen Arbeit erleichtert.

 

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