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28.Oktober 2005 Großübung im SVC-Winterlager

Quelle: Cuxhavener Nachrichten

"Feuer" im SVC-Winterlager

     

     

    Auch DRK-Mitglieder von der" realistischen Unfalldarstellung" trugen dazu bei, dass die Großübung beim SVC-Winterlager unter möglichst realistische Bedingungen durchgeführt werden konnte. Der Großeinsatz wurde von der Kapitän-Alexander-Straße aus koordiniert. Fotos: Potschka

Feuerwehrleute übten vier Szenarien/ OB Arno Stabbert verfolgte Großübung aus nächster Nähe

Freitag, 28. Oktober 2005: "Hier im Winterlager der SVC an der Kapitän-Alexander-Straße brennt es" - Punkt 18.30 Uhr geht der Notruf bei der Hauptberuflichen Wachbereitschaft der Feuerwehr an der Schulstraße ein. Zwei Minuten später fährt die Wehr mit einem Löschfahrzeug beim Winterlager der Seglervereinigung Cuxhaven vor.

Szenario 1: In der weitläufigen Halle, in der Segelschiffe gelagert werden, bereitet sich das Feuer schnell aus. Dichter Qualm erschwert die Sicht. Zwischenzeitlich knallt es. Es hat den Anschein, dass Gasflasehen, die auf den Segelbooten gelagert werden, oder Tanks explodieren. Mehrere Personen werden verrnisst. Die Wehren Mitte und Groden werden alarmiert und zur Verstärkung angefordert. Wenige Minuten später sind auch sie vor Ort.

Kurz darauf holen zwei Feuerwehrleute eine Frau aus der Halle. Sie torkelt, schreit hysterisch und will wieder in die Halle zurück. Zwei Männer können sie nur mit Mühe festhalten. Sie hat Verbrennungen an beiden Armen und Händen, die von den Rettern fachgerecht versorgt werden.

Dieses Szenario, das am frühen Freitagabend von vielen Passanten vom Rand der Kapitän-Alexander-Straße aus beobachtet wurde, haben Stadtbrandmeister Hans-Georg Kohl, sein Stellvertreter Karl-Heinz Behncke und der Gruppenführer der Feuerwehr Mitte, Rainer Heinsohn ausgearbeitet, um unter möglichst realistischen Bedingungen den Ernstfall zu proben. Apropos real: An der Übung nahmen auch das DRK mit seiner Truppe von der "realistischen Unfalldarstellung" und das THW teil, das für den Nebel und die erwähnten "Knalleffekte" sorgte.

Szenarlo 2: In einer Nachbarhalle zum SVC-Lager wird ebenfalls ein Feuer bemerkt. Es ist zwar kleiner, doch die Situation wird dadurch erschwert, dass sich in der Halle ein großer Behälter mit Gefahrengut befindet. Die Wehren aus Altenbruch, Döse und Stickenbüttel werden angefordert. Unter Atemschutz versuchen Feuerwehrleute zunächst einmal herauszufinden, um was für einen Stoff es sich handelt. Erst dann können sie die Gefahr richtig einschätzen und geeignete Maßnahmen ergreifen.

Unterdessen wird ein schwer verletzter Mann aus der Halle geborgen. Seine Kleidung ist teilweise zerrissen und sein rechtes Bein ist blutverschmiert. Drei Retter nehmen sich seiner Verletzungen an, während zwei andere noch immer damit beschäftigt sind, die Frau zu beruhigen, die teilweise enorrne Kräfte entwickelt, um sich aus ihren Händen zu befreien.

Szenario 3: Die Wasserversorgung wird geprobt. Während einige Retter Hydranten an der Straße anzapfen, versuchen unter anderem Kollegen der Freiwilligen Feuerwehr Groden Wasser aus dem Hafenbecken anzusaugen. Die Wehr hat nur ein entscheidendes Problem: Es ist Niedrigwasser. Doch die Angehörigen der Wehr lösen auch dieses Problem, es gelingt ihnen, das Wasser aus dem Hafenbecken anzusaugen.

Szenario 4: Der für die Gesamkordination so wichtige Einsatzleitwagen fällt komplett aus. Schnell den die Kollegen von der Stadt Cuxhaven vom Fachbereich Information und Kommunikation - dem ehemaligen Katastrophenschutz Fernmeldedienst -benachrichtigt. Auch sie sind schnell am Einsatzort. Mit einer gemischten Gruppe wird der Einsatz von nun an gemeinsam geleitet. Mittlerweile ist die Kapitän-Alexander- Straße für den Verkehr gesperrt. Autos werden über den Pier am Alten Fischereihafen umgeleitet.

Aus nächster Nähe verfolgte auch OB Arno Stabbert die Großübung. Als die Übung um 19.35 zu Ende geht, zeigt er sich zufrieden von der schnellen Einsatzbereitschaft und dem Ausbildungsstand der Retter. Jens Potschka


    23.-24.04.2005 Großübung Quelle: Cuxhavener Nachrichten

50 Retter trainierten drei Tage bei zivilmilitärischer Übung

Im Bereich des Amerikahafens galt es für die Retter, einen Gebäudebrand nach einer Explosion zu löschen. Außerdem mussten zehn vermeintlich schwer verletzte Personen versorgt werden. Foto: Potschka

Seit 24 Jahren findet so eineÜbung statt/ Großeinsatz im Bereich des Amerikahafens

jp. - 50 Retter aus Cuxhaven, Uetersen und Pinneberg nahmen am vergangenen Wochenende an einer zivilmilitärischen Großübung in Cuxhaven teil. Dabei wurden sowohl Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen, bei Brandkatastrophen als auch bei Gefahrengutunfällen geprobt.

Wie Ortsbrandmeister Albrecht Buddecke aus Altenbruch gestern auf Anfrage der Cuxhavener Nachrichten verriet, waren bei der Großübung sowohl Retter der freiwilligen Feuerwehren aus Altenbruch ,Lüdingworth und Uetersen dabei. Auch Mit- glieder der Munitionsdepot-Feuerwehr aus Oxstedt haben ihre Kenntnisse und ihr Können unter Beweis gestellt. Außerdem waren Vertreter des Rettungsdienstes aus Pinneberg nach Cuxhaven gefahren, um hier den Ernstfall zu proben.

Den Ernstfall geprobt

Diese Übung findet einmal jährlich statt und das seit mittlerweile 24 Jahren. Leiter der Übung war Alfred Pagelkopf, erklärte Albrecht Buddecke. Geübt wurde unter anderem auf dem Gelände des Marinemunitionsdepots in Oxstedt, bei einer Firma an der Neufelder Schanze und im Bereich des Amerikahafens, wo ein Großbrand nach einer Explosion gelöscht werden musste. Außerdem waren bei diesem Einsatz zehn vermeintlich schwer verletzte Menschen zu versorgen.

Untergebracht waren die Gäste aus Uetersen und Pinneberg während der drei Tage andauernden Übung auf dem Gelände des Munitionsdepots in Oxstedt. Angaben des Ortsbrandmeisters zufolge verliefen die verschiedenen Übungs-Einsätze allesamt erfolgreich.

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