29.10.20011 Fast 300 Einsatzkräften trainierten den Deich zu verteidigen

    Quelle: Cuxhavener Nachrichten

    Palettenweise füllten Angehörige des Technischen Hilfswerks und der Feuerwehr Sandsäcke, während vom Stab in der Grandauerstraße (Bild unten) die aus ganz Cuxhaven zusammengezogenen Einsatzkräfte gelenkt wurden. Hilfsdienste wie Verwaltungsmitarbeiter waren von der Übung "überrascht" worden.

     

     

    CUXHAVEN. Ein Sturmflut-Szenario hat der städtische Katastrophenschutzstab am Sonnabend bei einer großangelegten Einsatzübung simuliert. Beteiligt waren beinahe 300 Kräfte der Feuerwehr, mehrerer Hilfsdienste, der Polizei, Stadtverwaltung und dem Cuxhavener Deichverband.

    Draußen an der Deichlinie gerieten die Mitglieder des Technischen Hilfswerkes und neun Freiwiliger Wehren ins Schwitzen. In der Wolskermarsch galt es ein Deichschart zu schließen. Unweit der Kugelbake, wo sich ein "neuralgischer Punkt" des Cuxhavener Deiches befinden soll, war ein Deichbruch simuliert worden, der repariert werden musste. Zu Trainingszwecken schlugen Kräfte des Deichverbandes nicht am Deich selbst, sondern am Fuß einer Düne Pfähle in den Sand; Feuerwehrleute schafften Sandsäcke heran. So geschähe es auch im Ernstfall - wenn tatsächlich ein Sturmtief über die Nordseeküste hinwegfegen würde und mit im Stadtgebiet mit Pegelständen von dreieinhalb Metern über Normalnull gerechnet werden müsste.

    Anzunehmen wäre in so einem Fall außerdem, dass die Zahl der vor Ort zu aktivierenden Rettungskräfte und Helfer zu gering wäre, um einer Flut über mehrere Tag hinweg standhalten zu können. Das zeichnete sich schon im Übungseinsatz am letzten Sonnaband ab: Gegen 11.30 Uhr meldete Ahrens, taktischer Leiter im Katastrophenstab, dass keine Ressourcen an Personal mehr verfügbar seien. "Im Ernstfall hätten wir frühzeitig Feuerwehren, Technisches Hilfswerk und Bundeswehr aus dem gesamten Bundesgebiet angefordert", erläuterte Ahrens.

    Von Kai Koppe

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