Grossübung September 2012

Aus Übung wurde Ernst Opferdarsteller mussten behandelt werden

Quelle: Cuxhavener Nachrichten

CUXHAVEN. Trotz Übung – es sollte möglichst realistisch zugehen. Leider wurden bei der groß angelegten Feuerwehrübung am Freitagabend (18.30 Uhr) auf dem ehemaligen Hebold-Werksgelände vier „Verletztenschauspieler“ der Realistischen Unfalldarstellung des DRK tatsächlich verletzt. Sie atmeten zu viel echten Rauch ein.

Die Berufsfeuerwehr und die Grodener Wehr waren als Erste am „Brandort“ an der Grodener Chaussee, wo angeblich mehrere Personen nach Brandstiftung in einer großen Werkshalle vermisst wurden. Laut Dramaturgie stand diese bereits in Vollbrand. Daraufhin gab es Alarm für die Wehren Mitte, Döse und Altenbruch. Nachdem im Minutentakt Fahrzeuge an der Einsatzstelle eintrafen, füllte sich die Szenerie schnell mit Fahrzeugen und über 50 Einsatzkräften. Die Pyrotechniker des THW und Schauspieler der Realistischen Unfalldarstellung sorgten für eine täuschend echte Kulisse. Immer wieder gingen Spreng-und Feuersätze in die Luft. Dichter Rauch füllte die alte Werkshalle und das Gelände. Wahrscheinlich durch einen Kommunikationsfehler wurde aus der Übung plötzlich Ernst. In einen Raum im oberen Stockwerk des Gebäudes war binnen Sekunden so viel echter Qualm eingedrungen, dass den Darstellern der Fluchtweg über das Treppenhaus abgeschnitten war. Vier Personen mussten daher noch an der Einsatzstelle ärztlich versorgt werden, drei von ihnen kamen in ein Krankenhaus, wovon eine sogar stationär aufgenommen werden musste. Kein Wunder, dass es nach Ende der Übung, gegen 20 Uhr, noch reichlich Diskussionsstoff für die Teilnehmer gab.

Von Thomas Sassen

Nach etwa einer Viertelstunde waren gut 50 Einsatzkräfte auf dem Gelände. Die Wasserversorgung war aufgebaut.

 

nach allen Regeln der Kunst hatten die Pyrotechniker des Technischen Hilfswerks die Szenerie für die Übungskräfte vorbereitet. Immer wieder lösten sie kleine Explosionen aus und simulierten

damit auch einen in Brand geratenen Behälter mit Flüssiggas. Die ehemalige Werkshalle auf dem verlassenen Gelände eignete sich bestens für die Großübung. Fotos: Sassen

Klar zum Löschangriff: Unter schwerem Atemschutz drangen die Männer in die stark verauchte Halle vor.


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