Kaserne Altenwalde nicht kurzfristig als Notunterkunft bereit

Quelle: Cuxhavener Nachrichten

Diese Gebäude gehören mit zu denen, die für eine Unterbringung in Frage gekommen wären. Von außen sieht ihr Zustand recht ordentlich aus. Jedoch hat sich der technische Zustand dramatisch verschlechtert. Foto: Schröder

 

ALTENWALDE. Weitreichende Änderung für Altenwalde: Die Kaserne wird kurzfristig nicht als Notaufnahmeunterkunft für Flüchtlinge eingerichtet, so die neueste Lagemeldung des Innenministeriums.

Grund ist der dramatische technische und bauliche Zustand der Gebäude, vor allem der Leitungen und Einrichtungen für die Wasserversorgung und -entsorgung. Das weitere Vorgehen mit der Perspektive auf einen Ausbau als Erstaufnahmeeinrichtung wird abgestimmt. Oberbürgermeister Dr. Ulrich Getsch und der Landtagsabgeordnete Uwe Santjer (SPD) betonen, dass sich die Lage jederzeit wieder ändern kann. Sollte die Aufnahme neuer Flüchtlinge unumgänglich sein, so sei auch denkbar, dass das DRK an den Quartieren – wie im Katastrophenfall – eine externe Wasserver- und -entsorgung aufbaue.

Von Maren Reese-Winne

 


Große Spendenbereitschaft in Altenbruch


Trotz des kurzfristigen Spendenaufruf einer Altenbrucherin am Sonntagabend über Facebook und in den örtlichen Läden,war die Spendenbereitschaft der Altenbrucher und umliegender Anwohner gigantisch.Am Montagabend wurde in der Feuerwehr Altenbruch eine Annahmestelle für Spenden für das Flüchtlingslager in Otterndorf und in naher Zukunft in Altenwalde eingerichtet.Von 18-20 Uhr wurden Sachspenden von Kleidung und Hygieneartikel angenommen und von ca. 30 freiwilligen Helfern bis in die späten Abendstunden sortiert und in Kartons verpackt.Ein besonderer Dank gilt hier der Firma Nutrilo,die uns mit mehreren 100 Kartons unterstützten.Noch am selben Abend wurden einige Spenden in das Flüchtlingslager nach Otterndorf gebracht und zum Teil direkt an die Hilfsbedürftigen verteilt.Es war sehr beeindruckend,welches strahlen ein einfacher Fußball in den Augen der Kinder auslösen kann.
Diese Menschen sind weiterhin auf die Hilfe unserer Bevölkerung angewiesen, so dass am Donnerstag von 18-19 Uhr weitere Spenden bei der Feuerwehr in Altenbruch abgeben werden können!
Es werden Kleidung,Kinderspielzeug für draußen (Straßenkreide,Frisbees,Fußbälle usw.) und Hygieneartikel für Frauen und Männer z.B. Binden,Rasierer benötigt.

Es werden auch noch dringend Kochtöpfe und Kinderkleidung benötigt.

Das Ergebnis am Montag war auch für die Helfer ein große Überraschung und wir hoffen,dieses Ergebnis am Donnerstag  noch einmal topen zu können.

Vielen Dank für Ihre Spenden und an die vielen Helfer!

Fotos:Feuerwehr

 


 




Strafbefehl nach Rettungseinsatz  

Online-Petition will Freispruch für Notarzt

 

5500 Rettungseinsätze ist Notarzt Alexander H. in seiner Laufbahn gefahren. Jetzt droht ihm ein Fahrverbot. (Quelle: dpa)

Eine Online-Petition soll einem Notarzt den Führerschein erhalten. Der 51-jährige Mediziner Alexander H. war mit einen Strafbefehl über 4500 Euro sowie einem sechsmonatigem Fahrverbot belegt worden. Ihm wird rücksichtslose Fahrweise auf dem Weg zu einem Rettungseinsatz vorgeworfen.

Dagegen hatte der Notarzt Widerspruch eingelegt. Die Unterstützung vieler Menschen in den sozialen Netzwerken ist ihm dabei sicher. Die auf der Seite "openPetition" veröffentlichte Bittschrift fordert einen Freispruch für den Notarzt. "Denn er hat im Notfall gehandelt und man lernt in der Fahrschule, dass man Platz machen muss, wenn Einsatz-Fahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn kommen", so der Ersteller der Petition. 30.000 Unterzeichner hat der Aufruf innerhalb nur eines Tages bereits gefunden.

Die Unterschriften sollen dem Bayerischen Landtag übergeben werden. Sie haben zwar keine juristische Relevanz. Die Unterstützer hoffen jedoch auf eine symbolische Wirkung.

Künftig jede Blaulichtfahrt vorm Kadi?

H. war im April 2014 von der Rettungsleitstelle Ingolstadt ins gut zehn Kilometer entfernte Karlshuld geschickt worden. Ein zweijähriges Mädchen hatte Schnellkleber verschluckt und drohte zu ersticken. Auf der Fahrt mit Blaulicht und Martinshorn musste der Mediziner mehrere Autos überholen.

Der Leitende Oberstaatsanwalt rechtfertigt das Vorgehen seiner Behörde. "Hier sind Notrechte überschritten worden", sagte er der Zeitung. Weil der Arzt die Strafe nicht akzeptieren will, kommt es nun zum Prozess.

Der Mediziner fährt nach seinen Angaben seit 23 Jahren Notarzteinsätze - 5500 sind nach seiner Rechnung dabei zusammengekommen. Noch nie habe er auch nur einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei bekommen. "Wenn das durchgeht, stünde man bei jeder Blaulichtfahrt mit einem Bein vorm Kadi."


 

21.07.2006 Gefahrstufe vier durch anhaltende Trockenheit in Wäldern und Heide

Quelle:Cuxhavener Nachrichten

tb. - Lagerfeuer in Wäldern oder in der Heide sind durch die extreme Trockenheit im wahrsten Sinne brandgefährlich. Das hat nach Angaben der Feuerwehr noch nicht jeder begriffen.

"Wir haben das alles schon erlebt", sagt Rainer Heinsohn ' Pressesprecher der Feuerwehr in Cuxhaven, Der Stadtfeuerwehrverband rät deshalb zu besonderer Vorsicht. Wegen der Hitze sei alles knochentrocken. Derzeit herrscht "Hohe Waldbrandgefahr". Das ist bereits die vierte von fünf Stufen der internationalen Gefahrenskala. Der Wernerwald und das Naturschutzgebiet auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Altenwalde sind derzeit gefährliche Gebiete. Besonders die Kiefern und die Heidefläche bereiten den Feuerwehren Sorgen.

Um die Lage zu entspannen, so Heinsohn, müsste es schon zwei Tage richtig durchregnen. Diese Prognose kann die CuxhavenerWetterwarte jedoch nicht geben. Es bleibt weiter meist trocken und am Wochenende soll es schwül werden. Vereinzelt seien Gewitter möglich. Allerdings wären diese nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Boden. Mindestens bis kommenden Donnerstag hält sich das Hochdruckgebiet.

Moderne Signaltürme, die eine Rauchentwicklung sofort an die Einsatzstellen melden, existieren in den gefährdeten Gebieten nicht. Daher sind die Wehren umso mehr auf die Aufmerksamkeit der Leute und der Forstverwaltung angewiesen. "Wichtig ist, dass sie sich schnell melden", betont Heinsohn. Sollte es zu extrem großen Flächenbränden kommen, ist der Einsatz von speziellen Löschflugzeugen oder Hubschraubern möglich.

Die Feuerwehr gibt folgende Regeln für das Verhalten in der Natur vor: Grillen und offenes Feuer ist bis auf ausgewiesene Flächen verboten. Das Rauchen ist verboten und Zigarettenkippen sollten nicht aus dem fahrenden Auto geworfen werfen. Feld- und Waldwege sollen nicht mit Fahrzeugen zugeparkt werden, da sie im Brandfall wichtige Zufahrten für Einsatzkräfte der Feuerwehr und Forstbehörden sind. Heiße Katalysatoren an der Fahrzeugunterseite können auf trockenen Grasflächen Brände auslösen. Auch vergessene Picknickreste können zu verheerenden Bränden führen. In Wäldern sollte nicht von öffentlichen Wegen abgewichen werden. Sollte trotz aller Vorsicht ein Brand ausbrechen, so ist dieser sofort der Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 zu melden. Hierbei sollte konkret angegeben werden, wo genau sich der Brandherd befindet, ob Menschen oder Tiere gefährdet sind und wer von welchem Standort aus das Feuer meldet.

 


25.04.2006 Katzen dürfen wieder frei umherlaufen

Quelle:Cuxhavener Nachrichten

Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet zum Schutz gegen die Geflügelpest wieder aufgehoben

Kreis Cuxhaven (cn/fe). "Die Tierseuchenbehördliche Verordnung des Landkreises Cuxhaven zum Schutz gegen die Verbreitung der Geflügelpest durch Wildvögel im Gebiet des Landkreises Cuxhaven ist nach Ablauf der vorgesehenen 30 Tage wieder aufgehoben worden", teilte gestern Kreisrat Friedrich Redeker mit.

,,Die mit dieser Verordnung festgelegten Schutzmaßnahmen im Sperrbezirk und im Beobachtungsgebiet, die sich auf das Gebiet der Stadt Cuxhaven sowie auf Teile der Samtgemeinden Hadeln und Sietland und der Gemeinde Nordholz erstreckten, sind damit wieder außer Kraft." Geflügel ist jedoch auch weiterhin aufzustallen, um das Risiko einer Einschleppung des hoch pathogenen Influenzavirus vom Typ H5N1 in Hausgefügelbestände zu minimieren.

Die bis zum 30. April laufende Aufstallungspflicht soll nach Mitteilung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unbefristet verlängert werden.

Fall in Cuxhaven

Katzen und Hunde dürfen nach der Aufhebung des Sperrbezirkes und des Beobachtungsgebietes wieder frei umherlaufen, wobei weiterhin zu beachten ist, dass Hunde in der freien Landschaft während der Brut- und Setzzeit bis zum 15. Juli konsequent an der Leine zu führen sind.

Untersuchungen am Friedrich-Löffler-Institut auf der Insel Riems hatten am 24. März den Verdacht auf das Influenzavirus vom Typ H5N1 bei einer in der Ditmar-Koel-Straße in Cuxhaven aufgefundenen Sturmmöwe ergeben.

Daraufhin waren unverzüglich, um eine weitere Verbreitung des Geflügelpesterregers zu verhindern, mit Tierseuchenbehördlicher Verordnung vom selben Tage ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet eingerichtet und entsprechende Schutzmaßnahmen angeordnet worden.

Der Verdacht wurde am 3. April bestätigt. Nachdem nunmehr keine weiteren infizierten Vögel aufgefunden wurden und die Schutzfrist von 30 Tagen abgelaufen ist, konnten die Restriktionszonen und die Schutzmaßnahmen wieder aufgehoben werden.

Bislang wurden im Bereich der Stadt Cuxhaven rund 450 und im übrigen Bereich des Landkreises Cuxhaven etwa 250 verendete Vögel aufgefunden und eingesammelt. Von diesen rund 700 Vögeln sind 194 auf den Geflügelpesterreger untersucht worden, wobei lediglich ein positiver Befund war.

Auch weiterhin werden im gesamten Gebiet des Land verendete Enten, Gänse, Schwäne, Möwen, Reiher, Greifvögel und Rabenvögel eingesammelt und im Veterinärinstitut Oldenburg auf das Geflügel-Influenzavirus des Subtyps H5N1 untersucht.

"Kein Grund zur Panik"

"Noch einmal ist zu unterstreichen", so Kreisrat Redeker, ,, dass Geflügel, gerade aus heimischer Produktion, gebraten, gekocht oder anders gegart gefahrlos verzehrt werden kann. Auch sonst besteht hinsichtlich der Geflügelpest kein Grund zur Panik. Es handelt sich um eine Tierkrankheit die Geflügel, aber unter unseren Haltungsbedingungen nicht den Menschen betrifft."



Weitere Hilfe für Hochwassergebiete?

14.04.06 Quelle:Cuxhavener Nachrichten

Landkreis beginnt kommende Woche mit Vorbereitung für Großübung

Von Egbert Schröder

Sandsäcke befüllen und schleppen - damit haben die Feuerwehrleute aus dem Cuxiand ihre Erfahrungen gesammelt. Ein weiterer Einsatz ist nicht ausgeschlassen. Foto: Lunden

Aufgeweichte Deiche, erschöpfte Helfer und überflutete Orte noch ist kein Ende des Elbhochwassers in Sicht. Auch an der Elbmündung hinterlässt die Katastrophe inzwischen (indirekt) Spuren.

So ist noch unklar, ob weitere Feuerwehrmänner aus dem Cuxland für Hilfseinsätze angefordert werden. Klar ist jedoch, dass in der kommenden Woche im Cuxhavener Kreishaus die Vorbereitungen für die im Herbst in Otterndorf gey~ante Katastrophenfallübung beginnen - und dort geht es um eine "bedrohliche Hochwasserlage". Die in wenigen Tagen beginnenden Vorbereitungen stehen natürlich auch unter dem Eindruck der aktuellen Geschehnisse im Landkreis Lüchow-Dannenberg.

Wie der zuständige Dezernent Friedrich Redeker gegenüber unserer Zeitung erklärte, soll die Katastrophenschutzübung im November stattfinden: "Die Feinplanung beginnt in der nächsten Woche", so Redeker.

Im Zuge dieser Gespräche werde auch entschieden, um welches Szenario es sich konkret handeln wird. Einfließen in die Übungsplanung würden die Erfahrungen der Feuerwehrleute, die in den vergangenen Tagen in den Hochwasserregionen im Einsatz waren. Dabei handelte es sich allein - wie gemeldet - in Hadeln um etwa 160 Einsatzkräfte, die der Feuerwehrbereitschaft angehören.

Mit dabei war auch der neue Abschnittsleiter Thomas Friedhoff (Wanna), der einen der vier Bereitschaftszüge leitet. Er soll ab Juli an der Spitze der neuen Feuerwehrbereitschaft im Abschnitt Cuxhaven-Ost (Land Hadeln) stehen, deren Struktur verändert wird. Cuxhaven-Nord und Cuxhaven-Süd haben die Anpassung an die neuen Strukturen bereits vorgenommen.

Spezialisierung vornehmen

Ziel der Neugliederung und der Bildung von sechs Zügen mit insgesamt 160 Einsatzkräften ist es, eine Spezialisierung vorzunehmen und effektiver auf besondere Gefahrenlagen reagieren zu können. So wird sich zum Beispiel ein Zug nur um logistische Angelegenheiten kümmern und ein anderer nur um die Wasserversorgung.

Nicht ohne Stolz verweist Friedhoff darauf, dass im Hadler Bereich hohe Flexibilität und großes Engagement bei den Bereitschaftsmitgliedern existiere. "Wir könnten innerhalb von zwei Stunden abrücken, wenn es gefordert wird." So sei die Anforderung aus Kapern bei Schnackenburg erst am Freitagabend gekommen; um 3.30 Uhr sei man ausgerückt.

Dort angekommen, hätten die Feuerwehrleute derart aufgeweichte Deiche vorgefunden, auf denen man nicht mehr gefahrlos stehen konnte: "Das war schon mit Risiken verbunden."

Was vor Ort geleistet wurde, hat nicht zuletzt auch der Wremer Regierungsbrandmeister Hans Graulich in seiner Funktion als Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen direkt im Krisengebiet erlebt. Bis zu 5000 Feuerwehrmänner aus mehr als 25 Bereitschaften seien in Spitzenzeiten gemeinsam am Werk gewesen. Inzwischen sei noch etwa die Hälfte 1 der Einsatzkräfte der Wehren notwendig.

Zwar würden die Pegelstände langsam sinken, die Gefahr sei jedoch nicht beseitig denn die Wasserrnassen drückten weiterhin auf die Deichkörper.

Appell an Merkel

Wie Graulich gegenüber unserer Zeitung erklärte, habe er beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Katastrophengebiet die Chance ergriffen und vor den beabsichtigten Sparmaßnahmen des Bundes im Katastrophenschutz gewarnt. Wenn der Bund spare, müssten die ohnehin schon finanzschwachen Kommunen in die Bresche springen und zusätzliche Lasten übernehmen, die sie bescheiden nicht mehr tragen könnten.



Vogelgrippe: Ratschläge der Stadt

cn/kk. - Angesichts der vordringenden Vogelgrippe bei Wildvögeln bittet der städtische Fachbereich »Sicherheit und Ordnung" die Bürger/innen folgende Ratschläge zu beachten:

Fassen Sie verendete Wildvögel nicht an.

Melden Sie den Fund verendeter Wildvögel der Berufsfeuerwehr der Stadt Cuxhaven (04721/7280). Die Feuerwehr sorgt dann für die Beseitigung des Tierkadavers.

Verzichten Sie auf das Anlocken und Füttem von Wildvögeln. Die Ansammlung von Geflügel an Futterplätzen begünstigt die Übertragung des Grippevirus von Vogel zu Vogel.

Achten Sie in diesem Zusammenhang auch darauf, dass noch nicht abgefahrener Hausmüll in Säcken fest verschlossen ist.

Melden Sie "wilde" Müllablagerungen im Stadtgebiet dem städtischen Eigenbetrieb "Abfallwirtschaft und Straßenreinigung" (0 47 21/72 57 22 oder -7 26)

Meiden Sie Plätze mit einer hohen Konzentration von Wildvögeln. Leinen Sie Ihren Hund in der Nähe solcher Stellen an.

Angeleint müssen Hunde auch in Sperrbezirken sein. Katzen dürfen in diesen Bereichen nicht frei herumlaufen.

Achten Sie auf Hinweise und Anordnungen der Behörden.

Weisen Sie bitte Ihre Kinder ausdrücklich auf die Beachtung dieser Verhaltensmaßregeln hin.

Weitere Informationen zur Thematik findet man im Internet:

www.ml.niedersachsen.de

www.verbraucherschutzministerium.de

www.fli.bund.de



04.04.06 Vogelgrippe-Verdacht in Cuxhaven bestätigt

Quelle: Cuxhavener Nachrichten

Kreisrat Friedrich Redeker mahnt vor Panik: "Handelt sich um Einzelfund""

cn/tb. - Der Vogelgrippe-Verdacht bei der in Cuxhaven gefundenen Sturmmöwe hat sich bestätigt. Knapp anderthalb Wochen nachdem das verendete Tier in der Ditmar-Koel-Straße gefunden wurde, veröffentlichte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) das Untersuchungsergebnis.

Am Montagnachmittag lag das abschließende Ergebnis im Veterinäramt des Landkreises Cuxhaven vor. Bei dem nachgewiesenen Influenzavirus handelt es sich um die hoch pathogene Variante des Subtyps H5N1.

"Es gibt aber absolut keinen Grund zur Panik. Es handelt sich bei der Sturmmöwe nach wie vor um einen Einzelfund und es gibt keine neuen Hinweise auf den Geflügelpesterreger bei anderen untersuchten Wildvögeln", beruhigte Kreisrat Friedrich Redeker. Eine größere Anzahl verendeter Vögel wurde im Bereich des Landkreises Cuxhaven weiterhin nicht aufgefunden. Die wenigen verendeten Vögel werden nach Auskunft von Amtstierarzt Dietrich Voss erst zum Veterinärinstitut Oldenburg und anschließend zum FLI nach Greifswald geschickt. "In Oldenburg kann im so genannten Schnelltest festgestellt werden, ob die Tiere überhaupt an einem Grippevirus verendet sind", erklärte Voss.

Sperrbezirk bleibt bestehen

Seitens der Veterinärverwaltung wurden alle Maßnahmen ergriffen, um eine weitere Verbreitung des Geflügelpesterregers zu verhindem. Mit der Tierseuchenbehördlichen Verordnung zum Schutz gegen die Verbreitung der Geflügelpest vom 24. März wurde ein Sperrbezirk mit einem Radius von mindestens drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von mindestens zehn Kilometern um den Fundort festgelegt. ,Wir arbeiten daran, eine Veränderungsverordnung aufzustellen", sagte Veterinär Voss.

Kreisrat Redeker lobte zudem die Zusammenarbeit mit den Städten, Samtgemeinden und Gemeinden, mit der Feuerwehr und der Polizei und mit allen weiteren beteiligten Institutionen.

Auch weiterhin werden im gesamten Gebiet des Landkreises Cuxhaven verendete Enten, Gänse, Schwäne und Möwen auf das Influenzavirus des Subtyps H5N1 untersucht. Seitdem der Verdacht auf Geflügelpest vorliegt, werden auch verendete Greifvögel, Rabenvögel einschließlich Elstern und Fischreiher sowie im Sperrbezirk und im Beobachtungsgebiet verendete Katzen und Marder eingesammelt und zur Untersuchung an das Veterinärinstitut Oldenburg eingeschickt.

Meldungen über die oben genannten verendeten Vögel sowie Katzen und Marder werden im Bereich der Stadt Cuxhaven von der Feuerwehr entgegen genommen.

Berufsfeuerwehr der Stadt Cuxhaven (04721/7280)

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