Albrecht Buddecke,
Ortsbrandmeister von Altenbruch, musste zu seinem Bedauern den zur Jahreshauptversammlung Versammelten mitteilen, dass mit Reiner Griemsmann und Klaus Mielke zwei altgediente Feuerwehrmänner in die Altersabteilung gewechselt sind. Reiner Griemsmann war 30 Jahre lang aktiv, außerdem gehörte er 29 Jahre dem Festausschuss an und war acht Jahre Kassenwart.
Klaus Mielke brachte es gar auf 32 Jahre aktive Dienstzeit, war 2. Gruppenführer und Mitbegründer der Jugendfeuerwehr in Altenbruch. Aufgrund seiner Verdienste um die Jugendfeuerwehr wurde er von Kreisjugendfeuerwart Thorsten Ohlandt mit dem niedersächsischen Jugendfeuerwehrorden ausgezeichnet.
Nachdem die Altenbrucher Wehr im Jahre 2007 wegen beruflicher Gründe einige Austritte von Kameraden verkraften musste, konnte der Ortsbrandmeister auf der Jahreshauptversammlung gleich vier Neuaufnahmen vermelden. Bei den neuen Mitgliedern Matthias Fritz, Matthias Grzeskiewicz, Hans-Hendrik Holthusen und Jens Meyer handelt es sich um gestandene Männer im Alter zwischen 35 und 40 Jahren. Die Altenbrucher Wehr ist jetzt über 40 Mann stark und daher auch für die Zukunft gesichert.
Michael Parszenki wurde auf der Jahreshauptversammlung zum Feuerwehrmann ernannt; Marco Antowski durch den Stadtbrandmeister Sven Behnke zum Löschmeister befördert. Antowski wurde zuvor einstimmig zum Gerätewart für die nächsten drei Jahre wiedergewählt.
Stadtbrandmeister Sven Behnke, der erstmals die Jahreshauptversammlung der Altenbrucher Wehr besuchte, zeigte sich in seinen Grußworten erfreut, dass mit
Christopher Krien ein junges Mitglied als neuer 2. Gruppenführer Verantwortung übernommen hat. Nur wenn sich das Kommando immer wieder mit jungen Nach-
wuchsführungskräften versorgt,sei das Funktionieren der Wehr auch in der Zukunft gesichert, betonte Behncke.                 cn/ters

    Stadtbrandmeister Sven Behncke (3.V.I.), Kommando und Geehrte der Feuerwehr Altenbruch. Foto: privat

     

    Feuerwehr Altenbruch mit über 3000 Stunden
    Bei der Jahreshauptversammlung gab es auch kritische Anmerkungen


    :n/ters. - Zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Altenbruch konnte Orts­brandmeister Albrecht Buddecke 32 aktive Kameraden, sechs Ehrenmitglieder und fünf Gäste begrüßen. In seinem Jahresrückblick Bilanzierte Buddecke ein für die Altenbrucher Wehr ereignisreiches Jahr 2008.
    So wurden bei 63 Einsätzen indusive Ordnungsdiensten und Dienstabenden von den aktiven Kameraden über 3000 Einsatzstunden geleistet. Einsatzschwer-rpunkt der Wehr ist nach wie vor die Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen auf der B73. Besonders hob der Wehrführer einen Verkerksunfall hervor, bei dem ein PKW fronal mit einem Trecker kollidiert war. Der PKW geriet in Brand und der Insasse wurde von einem Verkehrsteilnehmer aus dem Fahrzeug geborgen. Nur diesem beherzten Eingreifen war es zu verdanken, lass das Opfer den Unfall überlebt hat.
    Leider wurde die Altenbrucher Wehr auch zu einem Unfall gerufen, bei dem für das junge Opfer jede Hilfe zu spät kam. In der Nachbesprechung dieses Einsatzes fiel auf, dass bei einigen Kameraden Erinnerungen an ähnlich folgenschwere Einsätze wachwurden. Dieses zeigt, so der Ortsbrandmeister, wie wichtig eine Nachbetreuung der oft jungen Feuerwehrleute ist. Die Altenbrucher Wehr will daher das Gespräch mit dem neuen Pastor in Altenbruch, Dr. Lutz Meyer, suchen, um eine professionelle Seelsorge zu gewährleisten.
    Auch die zunehmenden Wetterkapriolen machen den Feuerwehren zu schaffen. So musste die Altenbrucher Wehr bei zwei Starkregenfällen im Stadtgebiet Hilfe leisten. Hier werde man die Cuxhavener Bevölkerung zukünftig um Verständnis bitten müssen, dass die Freiwilligen Feuerwehren nicht sofort zu solchen Einsätzen ausrücken. Im letzten Jahr waren alle Einwohner in ihren Wohnungen, während die Feuerwehrleute auch draußen arbeiteten, um z.B. Keller leer zu pumpen, während überall Blitze einschlugen und es sehr stark regnete.


    Selbstschutz geht vor


    Hier müsse man überlegen, so der Wehrführer, ob man die Kameraden diesen Gefahren aussetzen muss oder ob nicht abgewartet werden kann, bis sich das Unwetter ein wenig beruhigt habe. Natürlich sei die Freiwillige Feuerwehr keine „Schön Wettereinrichtung". Beim bloßen Leerpumpcn von Kellern müsse auf den Schutz der Kameraden aber mehr geachtet werden als wenn es gilt, im Einsatz Menschen aus einer akuten Gefahr zu befreien.

    Jugendfeuerwehrwart Burkhard Probst konnte von starkem Engagement seiner Jugendfeuerwehr berichten. Neben der Ausrichtung der Stadtjugendfeuerwehrwettkämpfe auf dem Schützenplatz nahmen die Mitglieder der Jugendfeuerwehr an dem Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr Diepholz in Rehden und an dem Kreisjugendfeuerwehrwettkampf in Hollen teil.
    Unzufrieden zeigte sich die Versammlung mit der derzeitigen Einsatzplanung im Katastrophenfalle für Altenbruch. Bei einem möglichen Deichbruchs sei derzeit nicht geplant, die Freiwilligen Feuerwehren zur sofortigen Gefahrenabwehr an den Deich zu rufen, sie sollen andere Autgaben übernehmen. Hierzu berichtete der Ortsbrandmeister, dass derzeit seitens der Berufsfeuerwehr der Stadt Cuxhaven ein neuer Einsatzplan erarbeitet wird.
    Ortsbürgermeister Ahlemeyer dankte abschließend im Namen der Altenbrucher Bevölkerung für die geleistete Arbeit, ohne die auch viele Veranstaltungen nicht funktionieren würden. Er wünschte den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr allzeit eine gesunde Heimkehr von ihren Einsätzen.

    Am Sonnabend, 7. Februar, findet das Feuerwehrfest im Hotel „Deutsches Haus" in Altenbruch. statt. Gäste sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

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