Rainer Nübel und Kai Czarnetzki geehrt

    Ruhiges Jahr für die Altenbrucher Feuerwehr mit nur 48 Einsätzen, davon fünf Brandbekämpfungen


    ALTENBRUCH. Ortsbrandmeister Albrecht Buddecke zog kürzlich während der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Altenbruch Bilanz eines eher ruhigen Jahres 2012. 48 Einsätzen, davon fünf Brandeinsätze und elf Hilfeleistungen stehen zu Buche.

    Stellvertretender Jugendfeuerwehrwart Andre Fliegel berichtete dagegen von einem ereignisreichen Jahr für die Jugendfeuerwehr Altenbruch mit erfolgreicher Teilnahme an regionalen- und überregionalen Wettkämpfen. Höhepunkt der Versammlung war die Entlassung des stellvertretenden Ortsbrandmeister Rainer Nübel aus dem Ehrenbeamtenverhältnis und Verabschiedung von Hauptlöschmeister Kai Czarnetzki als ersten Gruppenführer. Beide standen bei der Wahl im Herbst 2012 nicht mehr zur Verfügung. Sie wollte Platz für Jüngere machen. Unter „Standing ovations" berichtete Ortsbrandmeister Buddecke von den zahlreichen Verdiensten dieser beiden Urgesteine der Altenbrucher Wehr, die zusammen mehr als 50 Jahre Führungsaufgaben wahrgenommen haben.

    Florian Ebel-Janssen und Nico Frinken wurden zu Feuerwehrmännern, Schriftführer Jens Meyer zum Oberfeuerwehrmann, 2. Gruppenführer Tobias Berndt zum Hauptfeuerwehrmann und Reiner Horeis zum 1. Hauptfeuerwehrmann durch den Ortsbrandmeister ernannt.

    Ortsbürgermeister dankt
    Stadtbrandmeister Sven Behnke konnte den stellvertretenden Gruppenführer Rarsten Droge und den 1. Gruppenführer Christopher Becker zum Löschmeister ernennen. Der stellvertretende Ortsbrandmeister Christopher Krien und Stadtjugendfeuerwehr-wart Burkhard Probst wurden zum Hauptlöschmeister ernannt.


    Lass die Jugend 'ran: Wehrchef Albrecht Buddecke (Mitte) und die Altenbrucher Feuerwehr ehrten Rainer Nübel (r.) für seine Verdienste als Stellvertreter und begrüßten Christopher Krien (I.) als Nachfolger. Foto: red

    Ortsbürgermeister Ahlemeyer bedankte sich für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr und wünschte den Wehrleuten immer eine gute und gesunde Heimkehr von den Einsätzen.
    Besonders beeindruckt war Ahlemeyer von dem aufopfernden Einsatz bei einem Scheunenbrand, durch den die Ausbreitung des Feuers auf ein Wohnhaus verhindert werden konnte und bei dem viele Feuerwehrleute an ihre körperlichen Grenzen gegangen seien. Auf Wunsch der Versammlung äußerten sich die Gäste zuThemen, die für viel Unruhe in den freiwilligen Feuerwehren der Stadt Cuxhaven sorgte. SPD-Landtagskandidat und Bürgermeister Uwe Santjer und Fraktionsvorsitzender der Mehrheitsgruppe im Rat, Gunnar Wegener (SPD) versprachen, das eine Zusammenlegung von freiwilligen Feuerwehren nur auf freiwilliger Basis aus den Wehren heraus erfolgen könne.

    Wegener betonte, dass die Diskussion über die Feuerwehrstruktur von unten und nicht von oben geführt werden müsse.

    CDU-Landtagskandidat Thiemo Röhler machte aus seinen Bedenken gegen das Zusammenlegen einzelner Wehren keinen Hehl. Er befürchte, dass eine Zusammenlegung im Hauruck-Verfahren mehr schade als nütze.

    Stadtbrandmeister Sven Behnke erklärte, dass derzeit nur die Zusammenlegung der freiwilligen Feuerwehren in Berensch und Oxstedt in Planung sei. Man müsse auch bei den freiwilligen Feuerwehren den demografischen Wandel und auch die Kosten beachten, so der Stadtbrandmeister. Das Altenbrucher Ortsratsmitglied Jörg Olenik bedankte sich persönlich bei der Feuerwehr und Rettungsdienst. Er habe aufgrund gesundheitlicher Probleme diesen am 1. Weihnachtstag in Anspruch nehmen müssen.

    „First Responder"
    Auch wenn mit einer Anfahrtszeit von zehn Minuten der Rettungsdienst die gesetzlich geforderte Hilfsfrist deutlich eingehalten hat, so Olenik, sollte man überlegen, ob nicht ein örtlicher Ersthilfeeinsatz nach Art des „First Responder" aufgebaut werden könne. Ihm sei bekannt, dass fünf Mitglieder der Wehr Altenbruch im Rettungsdienst tätig seien. Bei deren Aktivierung könnten Anfahrtszeiten deutlich reduziert werden, was Leben retten kann, wenn es mal tatsächlich auf die Minute ankommt.

    2. Februar: Feuerwehrball
    Ortsbrandmeister Albrecht Buddecke schloss die Versammlung. Er vergaß dabei aber nicht den üblichen Hinweis, dass das alljährliche Feuerwehrfest wie gewohnt am 2. Februar im Hotel „Deutsches Haus" in Altenbruch gefeiert wird. Beginn des festlichen Abends ist um 19 Uhr. Gäste sind zu dem Ball wie immer willkommen, (red)

nach oben

Design by Klaus Mielke

© Copyright 2002 - 2015 by FF- Altenbruch