Hohe Einsatzbereitschaft der Wehrleute

Starker Nachwuchs und zahlreiche Beförderungen / Senior Hermann Hutwalker schon seit 60 Jahren dabei


Ortsbrandmeister Albrecht Buddecke (I.) beförderte Marko Otten zum Feuerwehrmann, Alexander Becker, Florian Ebel- Janssen, Matthias Fritz und Hans- Hendrick Holthusen zum Oberfeuerwehrmann, Andere Fliegel zum 1. Hauptfeuerwehrmann und Tobias Berndt zum Löschmeister und Christopher Krien sogar zum Brandmeister. Hermann Hudwalker (3.V.I.) wurde für seine langjährige Mitgliedschaft geehrt. Foto: red

ALTENBRUCH. Weitgehend ohne Vertreter aus der Politik hielt die Freiwillige Feuerwehr Altenbruch kürzlich ihre Jahreshauptversammlung ab. In seinem Jahresbericht konnte Ortsbrandmeister Albrecht Buddecke auf zahlreiche Einsätze der Kameraden verweisen. Besonders hob er einen Hausbrand an der Altenbrucher Landstraße hervor.

Hohlstrahlrohre helfen

Das Haus brannte bereits in voller Ausdehnung, als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen. Nur dank der sogenannten Hohlstrahlrohre, die aufgrund einer Spende des zwischenzeitlich verstorbenen Kurt Bublitz angeschafft wurden, konnte das Haus gehalten werden. Mit normalen Strahlrohren wäre das Haus komplett abgebrannt, so der Ortsbrandmeister.

Der Anregung, im gesamten Stadtgebiet für die Ortswehren solche Strahlrohre anzuschaffen, konnte aus Kostengründen nicht nachgekommen werden, obwohl , ein Strahlrohr nur rund 300 Euro kostet.

Bei diesem Einsatz zeigte sich auch die schwierige Wasserversorgung in den Randbereichen der Gemeinde. Nur weil drei wasserführende Fahrzeuge zeitgleich vor Ort waren, gab es keine Probleme. Buddecke bat daher die anwesenden Vertreter der örtlichen Politik darauf zu achten, dass bei der anstehenden Fahrzeugbeschaffung darauf geachtet wird, dass in Altenbruch zwei wasserführende Fahrzeuge stationiert werden.

Jugendfeuerwehrwart Burkhard Probst konnte auf zahlreiche Aktivitäten seiner Jugendfeuerwehr hinweisen. So wurden eine Kanutour, ein Zeltlager und eine Fahrt in den Heidepark neben den normalen Jugendfeuerwehrdiensten durchgeführt. Höh­punkt war neben der erfolgreichen Teilnahme an Wettkämpfen der 5. Halloweenmarsch, über den unsere Zeitung ausführlich berichtete: Besonders würdigte der Jugendfeuerwehrwart die vier Jugendlichen, die die Prüfung für die Leistungsspange bestanden haben.

Beförderungen

Der Ortsbrandmeister beförderte anschließend Marko Otten zum Feuerwehrmann, Alexander Becker, Florian Ebel- Janssen, Matthias Fritz und Hans- Hendrick Holthusen zum Oberfeuerwehrmann, Andere Fliegel zum 1. Hauptfeuerwehrmann und Tobias Berndt zum Löschmeister. Der stellvertretende Ortsbrandmeister Christopher Krien wurde zum Brandmeister befördert.

Aus der Jugendfeuerwehr waren Christopher Prange und Fabian Probst in den aktiven Dienst gewechselt.

Besondere Ehrungen

Buddecke musste zu seinem Bedauern mitteilen, dass die langjährigen Kameraden Rainer Horeis und Uwe Hitz aus gesundheitlichen Gründen aus dem aktiven Dienst ausgeschieden sind. Beide hätten sich durch ihren persönlichen Einsatz um die Feuerwehr verdient gemacht.

Anschließend ehrte der Ortsbrandmeister das Mitglied der Altersabteilung, Reiner Griems mann, der zum Jahresende sein Amt als Kassenwart aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste sowie das Ehrenmitglied Hermann Hutwalker für seine 60 jährige Mitgliedschaft.

Hutwalker wurde die Feuerwehr quasi in die Wiege gelegt. Sein Onkel war nämlich 1915 der letzte Brandmeister der Pflichtfeuerwehr in Altenbruch. Schon als Kind half er seinem Vater bei der Gerätepflege, sodass es nicht verwundert, dass Hutwalker über 33 Jahre das Amt des Gerätewarts ausgeübt hat. Er habe auch we­sentlich beim Umzug vom alten Gerätehaus bei der Familie Lessing zum jetzigen Standort mitgewirkt und hierbei viele Gerätschaften, die aussortiert wurden, vor deren Verlust bewahrt. Diese Feuerwehrgeräte sind heute noch im Gerätehaus zu besichtigen.


Schließlich wies der Ortsbrandmeister auf den Rechnungsprüfungsbericht des Landes hin. Hier sind die Feuerwehren insgesamt schlecht dargestellt worden, was aber nicht wundert, da der Prüfungsbericht auf dem aktuellen Brandschutzbedarfsplan der Stadt beruht. Hier sind falsche Daten und Informationen eingeflossen, worauf das Stadtkommando bereits hingewiesen hätte.

„First Responder"

Hans Hendrik Holthusen teilte der Versammlung mit, dass einige Kameraden, die eine besondere Rettungsdienstausbildung besitzen, Buch darüber geführt hätten, wann sie für örtliche medizinische Notfälle zur Verfügung gestanden hätten. Lediglich an zwei Tagen in 2013 wäre ein Einsatz nicht möglich gewesen. Gerade bei medizinischen Notfällen, wie zum Beispiel einem akuten Herzinfarkt, kommt es auf jede Minute an. Die örtlich ansässigen und ausgebildeten „First Responder“ wären wesentlich schneller für Erstmaßnahmen beim Patienten als der Rettungsdienst. Auf der letzten Jahreshauptversammlung hatte der Fachbereichsleiter versprochen, dieses zu prüfen. Bis jetzt hat er sich nicht zu diesem Thema geäußert.


Zum Schluss der Versammlung wies Buddecke auf das anstehen­de Feuerwehrfest am 8. Februar hin, das erstmalig in der Aula der Schule in Altenbruch stattfindet. Gäste sind dazu willkommen, (red)

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